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Es gibt
kaum einen Gewichtheber Thüringens, der ihn nicht kannte. Anfang
April hat „unser Hermann“ kurz vor seinem 82. Geburtstag für immer
seine Augen geschlossen. Sein Leben war vom Sport gekennzeichnet.
Nach den Kriegsjahren stieg er im Jahr 1953 hauptamtlich in den
Sport ein. Nach 4 Jahren als Referent beim Rat des Bezirkes Suhl war
er bis zu seiner Pensionierung 1990 als Instrukteur,
Kreissportlehrer und Trainer beim DTSB.
Mit 14
begann Hermann wie viele Jungs mit dem Fußball- Spielen, mit 17
machte er Bekanntschaft mit dem Kegeln und zum Gewichtheben kam er
wie viele andere wie die Jungfrau zum Kinde. Als 1950 ein
Fußballspiel ausfiel, zogen sich im Umkleideraum auch Gewichtheber
um und ein Nachbar von ihm nahm ihn dann zum Training mit. Die
ersten Erfolge stellten sich 3 Jahre später ein, als die
Seniorenmannschaft von Motor Suhl 3. in der DDR- Meisterschaft wurde
und er im Leichtgewicht startete. Diese Mannschaft wurde dann bis
1962 8x in Folge Bezirksmannschaftsmeister. Seinen größten Erfolg
feierte er bei den DDR- Altersmeisterschaften in Potsdam, wo er DDR-
Vizemeister wurde.
Nach seiner
aktiven Laufbahn erzielte er viele Erfolge mit den Jugendlichen
seines Vereines, die er als Übungsleiter betreute und bis zur
Zentralen Spartakiade in Berlin führte.
Neben
seiner Tätigkeit als Übungsleiter war er im Verein der Mann der
ersten Stunde. 25 Jahre lang lenkte er die Geschicke der
Gewichtheber im Verein, verwaltete die Finanzen des AC Suhl und war
im Bezirksfachausschuß Suhl 30 Jahre lang Vorsitzender bzw.,
Stellvertreter.
Von 1956 -
58 war er Mitglied der Jugendkommission des DGV und als Kampfrichter
mit Bundeslizenz leitete er weit über 100 Kämpfe im nationalen und
internationalen Bereich.
Bei den
Europameisterschaften der Aktiven 1976 war er für die Betreuung der
schwedischen Sportsfreunde verantwortlich. Sein Engagement fand
Niederschlag in vielen Auszeichnungen, u.a. der Treuenadel des BVDG
in Gold, die er 1994 verliehen bekam.
Auch in den
letzten Jahren hielt er seinem Verein, dem AC Suhl, immer die Treue
und war, soweit es eine Gesundheit zuließ, bei Bundesliga und
Nachwuchswettkämpfen gern gesehener Gast in der „Wolfsgrube“.
Alle
Thüringer Gewichtheber verneigen sich vor ihrem Ehrenmitglied,
bedauern diesen schmerzlichen Verlust und fühlen zutiefst mit seiner
Familie. Wir werden sein Andenken in Ehren bewahren.
Lieber
Hermann, ruhe in Frieden und ein letztes Kraft Heil!
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